WERFT & TECHNIK
WISSENSWERTES RUND UMS BÖRTEBOOT


Hier findet Ihr Wissenswertes rund um Bootsarbeiten und die Technik, Motoren und die Werft.

BOOTSARBEITEN UND TECHNIK:


Das Abbrennen - Teamarbeit mit heißem Gerät:

So schön wie die Helgoländer Börteboote im Sommer auf der Helgoländer Reede auch aussehen, so ist dieser Glanz und die Schönheit mit viel Arbeit verbunden. Was so mancher Hobby-Handwerker mit einem Heißluftfön macht, um an z.B. einer alten schönen Tür den Lack abzubrennen, machen wir bei den Börtebooten mit großem Gerät! So gehört das Abbrennen der Farbe zu den festen Arbeiten, wenn das Boot in Herbst und Winter hoch und trocken steht. Das Auftragen von Farbschicht über Farbschicht würde zum Abplatzen der Farbschichten führen. Rainer Hatecke, Leiter der Bootswerft Hatecke empfiehlt mindestens alle 10 Jahre das Abbrennen des komplettes Lackes.  Auch wenn es eine nicht ganz so saubere Arbeit ist, gilt hier der alte Grundsatz wie überall:  "Viele Hände, schnelles Ende".  Deswegen ist uns die Arbeit im Team auch sehr wichtig und wird gepflegt,  damit  „keiner alleine da steht“.

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Motoren:


Wartung und Pflege der Kraftpakete:

In der Regel werden die Boote von Dieselmotoren von verschiedenen Herstellern angetrieben. Die Liste geht von Mercedes und MAN über DAF bis zu Iveco. Vom 4-Zylinder bis zum 8-Zylinder Reihenmotor. Als Herzstück des Bootes sorgen sie nicht nur für den Vortrieb, sondern versorgen auch alles mit Strom, und treiben die Hydraulik in der Fischerei an. So ein Herzstück möchte aber auch Liebe und Pflege erhalten, so ist auch immer ein gewisser Aufwand zu betreiben. Täglich den Ölstand zu peilen, da bleibt es leider nicht bei. So gilt es, die Ventile einzustellen, Filter zu wechseln, Keilriemen zu prüfen, bis hin zur Grundüberholung der gesamten Maschine. Auch dieser technische Bereich liegt unserem Verein am Herzen und auch diesen werden wir in unserer Hand führen.

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Werft:


Entstehung eines Börtebootes:

Der Bau eines traditionellen Helgoländer Börtebootes ist ein hochspezialisierter, traditioneller Bootsbau, der sich durch robuste Bauweise für den Einsatz in der rauen Hochsee auszeichnet.
Traditionell werden die Boote aus massivem Eichenholz gefertigt. Eiche ist aufgrund ihrer Festigkeit und Widerstandsfähigkeit im Seewasser das klassische Material, obwohl sie stark arbeitet.
Es handelt sich um sehr stabile Holzboote, die etwa 10 Meter lang, 3 Meter breit sind und ca. 8 Tonnen wiegen. Die Boote sind im unteren Bereich oft kraweel (glatt) beplankt, während an den Seiten eine klinkerähnliche Bauweise vorkommt. Ein niedriger Rumpf und geringer Tiefgang (ca. 1,10 m) ermöglichen das Befahren des Felsenmeeres um Helgoland.
Die Bootswerft Hatecke (Freiburg/Elbe) ist bekannt als eine der wenigen Werften, die diese Boote baut und überwiegend mit deren Überholung und Wartung beschäftigt ist.

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